10 Wochen


Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Jetzt bin ich schon seit rund 10 Wochen Mama! Gleich vorab: ich habe nicht vor, Bilder von der Kleinen zu posten. Vor allem keine mit Gesicht. Aber ich dachte mir, ich gebe trotzdem einen kleinen Einblick, auch in Tipps und Einmischungen, die ich gut oder schlecht fand.

Wir hatten wirklich Glück mit unserer kleinen Maus. Sie ist eine ganz liebe, ruhige und unser Sonnenscheinchen. Natürlich meldet sie, wenn sie etwas bedrückt (Hunger, volle Windel, Bauchweh, Sehnsucht nach Mama…), aber alles andere wäre ja auch seltsam bis fatal. Sie schläft auch nachts recht gut, ich brauche meist nur 1 – 2 x die Nacht wach werden und die Kleine an meine Brust ziehen. Ja, ich stille – das war für mich von Anfang an klar, genauso wie wir uns gegen Kinderwagen und für Tragetuch entschieden haben. Vor allem ich. Und ich entwickle gerade einen ziemlichen Sammeltrieb, den ich mühsam versuche in Schach zu halten… Unser Mäuschen spielt Gott sei Dank bei beidem mit, wächst und gedeiht ganz prima (es fehlt jetzt schon nicht mehr viel zum verdoppelten Geburtsgewicht!) und liebt das Tragetuch. Da muss jeweils eine gehörige Portion Schlafsand drin sein, denn zu ca 90% schläft sie nach 10 Minuten im Tuch. Nicht dass ich mich darüber beschweren würde ;)

Aber da sind wir auch schon beim Thema Tipps und Einmischungen.

1. beste Tipps

Der beste Tipp von allen kam von unserm Nachbarn: “Hör Dir alles an, nimm nur das an, was für Euch passt, und vergiss den Rest!”, der zweitbeste vom Kinderarzt beider U2: “Ihr seid die Experten wenn es um Euer Kind geht! Vertraut einfach auf Euren Instinkt und denkt am besten gar nicht erst nach.”

Danach richte ich mich auch. Vieles mache ich, weil es sich so für mich richtig anfühlt – egal was andere sagen. Gerade bei Punkten wo sich über die Jahre andere Sichtweisen etabliert haben oder wir eine alternativere Route einschlagen kommen häufig Kommentare oder gutgemeinte Ratschläge. Die höre ich mir an, aber denke mir ehrlich gesagt meist nur meinen Teil. Letztlich muss es nämlich für UNS passen. Bei vielen Sachen habe ich mich außerdem vorher eingelesen und kann somit notfalls auch begründen, wieso ich es so oder so mache. Aber das wichtigste ist mir doch, dass ICH dabei ein gutes Gefühl habe und es unserer Kleinen und uns gut geht.

2. Tragetuch
Es ist schon erstaunlich, wie viele Leute schauen wenn man mit Baby im Tragetuch unterwegs ist. Zumindest hier auf dem Land ist das doch recht ungewöhnlich. Ich wurde auch schon darauf angesprochen, teils weil es den Leuten gefiel, teils aus Neugier, ob das der Kleinen nicht schadet oder sie übermäßig verwöhnt wird. Meine Antwort darauf war: in diesem Alter stehen die Grundbedürfnisse an erster Stelle: Hunger und Durst stillen (an der Brust), das Essen wieder loswerden (und den Popo saubergemacht bekommen) und Schutz von Mama (im Idealfall, sonst gerne auch Papa oder als weitere, nicht ganz so beliebte Alternative Babysitter wie Oma…). Das alles ist im Tragetuch am besten gegeben, denn ich merke so direkt wenn sie Hunger bekommt oder kacken muss und wo ist es geschützter als ganz eng an Mama angekuschelt? Und das fast reflexartige Einschlafen zeigt ja ganz eindeutig, dass sie sich wohlfühlt.

Teilweise kam auch die Frage, ob der Rücken des Babys nicht davon Schaden nehme – eher im Gegenteil! Aber bevor ich hier noch weiter aushole, empfehle ich lieber ein tolles Buch zu diesem Thema: Ein Baby will getragen sein von Evelin Kirkilionis. Die Dame hat sich wissenschaftlich mit den Vorteilen des Tragens sowie der Entwicklung des Menschen befasst und sie in schön zu lesender Form veröffentlicht.

Am meisten Kritik kam übrigens von älteren Damen. Natürlich ist sie nicht 24 h am Tag im Tuch oder auf dem Arm. Aber wenn sie nach Körpernähe fragt, bekommt sie sie. Das war am Anfang gaaaaaanz oft der Fall, und so war sie gaaaaaanz oft auf meinem Arm oder im Tuch. Meine Meinung: am Anfang dürfte sie sich nur mit Körpernähe sicher gefühlt haben und musste erst lernen, dass ihr nichts passiert wenn sie mal alleine wach abgelegt wird. Inzwischen liegt sie auch gerne mal länger in der Wiege oder im Bettchen und schaut sich die Welt an – weil sie inzwischen weiß, dass ihr nichts passiert und sie trotzdem auf uns bauen kann. Diese Erfahrung musste sie aber erst machen und das Vertrauen aufbauen.

2. Windeln

Fragt mich nicht, wie ich damals auf das Thema kam, aber ich habe mich noch während der Schwangerschaft dazu entschieden, mit Stoffwindeln zu wickeln. Dafür gibt es mehrere Gründe, etwa dass die Plastikwindeln ewig als Müllberg irgendwo rumliegen werden, dass es in meinen Augen keinen großen Mehraufwand bedeutet, die Windeln mitzuwaschen, wir haben so weniger laufende Kosten und die Stoffwindeln schauen einfach viel besser aus ;) .

Wir haben uns für die Pop-ins von Close Parents entschieden, da diese einfach zu wickeln sind (fast wie Pampers und Konsorten). Das war dem Männe wichtig. Sie sind außerdem richtig schön bunt und wir haben auch noch welche von der Sonderedition mit Äffchen, Schildkröten und Eulen drauf. Jetzt fehlen mir nur noch Babylegs (Stulpen die übers ganze Beinchen gehen), damit die Windeln auch bei kühlerem Wetter noch schön zur Geltung kommen können. Mal schauen, ob ich heute noch zum nähen komme…

Allerdings haben wir nicht ganz auf WWW (Wegwerfwindeln) verzichtet, sondern jetzt aufgrund eines böse wunden Popos sogar versuchsweise nur solche benutzt. Die haben halt den Vorteil, dass man dank Indikatorstreifen (trocken ist der gelb, nass wird er blau) gleich sieht, ob was in der Windel ist. Funktioniert sogar durch weiße Bodies ;) Außerdem ist es unterwegs einfacher, die volle Windel wegzuschmeißen, anstatt sie einzupacken und nass mit nach Hause zu nehmen. Zudem bevorzugt mein innerer Schweinehund in der Autoschale das dünne WW-Windelpaket, weil ich beim dickeren Stoffwindel-Popo die Gurte weiter machen muss.

Dafür mag unsere kleine Maus windelfrei. Sie verrichtet ihr Geschäft von Anfang an einfach lieber ohne einengende Windel, egal welcher Art. Sie zeigt auch recht deutlich durch ihren Gesichtsausdruck wenn sie muss. Nachdem ich so einige Windeln nur frisch untergelegt (nicht einmal zugemacht ehe sie voll waren) und dann weg bzw. in die Wäsche geschmissen habe, habe ich mich doch mit windelfrei auseinandergesetzt. Das war ursprünglich gar nicht geplant.

Bei windelfrei dürfen schon die kleinen Babys ins Töpfchen machen. Ich habe dafür anfangs eine aussortierte (weil fälschlicherweise in der Mikro gelandete und seitdem innen kaputte) Tupperschüssel verwendet, aber es geht auch gleich ins Klo, übers Waschbecken oder in eine aussortierte Schüssel. In letzter Zeit hatte ich das kaum gemacht, aber heute mal wieder aufgenommen als sie sich recht gequält hatte. Mein Eindruck ist, dass unser Mäuschen sich so leichter tut. Zum einen wegen der anderen Haltung wenn ich sie drüber halte, zum anderen, weil weniger auf der Haut bleibt. Gerade bei Durchfall-ähnlichem Stuhl dürfte das eine ziemliche Wohltat sein. Das ist allerdings “unser Ding”, da der Papa damit so gar nichts anfangen kann. Beim wickeln an sich ist er aber ganz toll mit dabei!

Wie sieht es denn bei Euch aus? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

Aktualisierungen


Lange ist es her, dass ich das letzte Mal etwas an meiner Vorhaben-Seite getan habe. Dabei hat sich in der Zwischenzeit einiges geändert. Sogar so viel, dass ich die Seite hiermit abschaffe. Wenn dann gibt es solche Listen künftig als Beiträge, denn so bleibt zumindest nicht ewig ein alter Stand bestehen…

Abstellraum:
– mehr Regale aufhängen
- Haken für die Leiter anbringen
– Wände streichen??
– Alternativlösung für die Tür finden <– Die Tür ist weg und das ist (vorerst) gut so.

Arbeitszimmer / Kinderzimmer:
– die neue Secondhand-Couch säubern und vom Zigarettengestank befreien (zumindest ist der Gestank so gut wie weg… am besten geholfen hat übrigens das Einsprühen mit Essigwasser und VIEL lüften – Update: mit der Zeit hat sich auch der restliche Geruch verflüchtigt)
- neuen Bezug und Kissen besorgen Planänderung: Zierhüllen für unsere Gästekopfkissen nähen - oder doch ohne Kissen belassen?
– die bisherigen Regale aufräumen
- Markys Regale aufhängen
– evtl. eine Ottomane als Tisch/Ablagemöglichkeit besorgen oder bauen
- neue Regale: Platz für Ordner und Pillonen (nicht mehr nötig, da die Sachen eine neue Heimat bekommen)
– Raum ausräumen (wir sortieren gerade dabei fleißig aus)
– Wände streichen
– Boden aufarbeiten
– neue Lampe aufhängen
– Kleiderschrank aus dem Flur aufstellen
– Kinderbett aufbauen
– (Wickel-)Kommode aufbauen & Wickelaufsatz anbringen
– Puzzle & Bilder aufhängen??

Flur:
– Lampen anbringen
– Wände streichen?? !!großteils  erledigt
- Bilder aufhängen
- Gaderobe bauen und aufhängen
– Metallregal ausräumen und in den Keller schaffen
- Bücherregale an ihren endgültigen Platz stellen & einräumen
– Nische ausräumen, säubern & optimieren für Trockner und Putzzeug-Aufbewahrung

Keller:
– Wände streichen??
- neue Regalsysteme aufstellen
– Kisten aussortieren
– aufräumen und sortieren, damit alles ordentlich aussieht
- Kleiderschrank für unsere Gewandungen besorgen & aufbauen
– Gewandungen aufräumen
– Lichtschacht säubern und mit Insektengitter versehen

Küche:
- Regal streichen und aufhängen für die Kochbücher
– Hängeradio anbringen
- Küchenschränke innen optimieren
- Deckelhalter aufhängen
- Wände streichen

Schlafzimmer:
– neues Bett
– Wände streichen
– neue Deckenlampe
– Insektengitter anbringen!!!
– Lampe bauen

Wohnzimmer:
– Das Loch in der Wand verputzen <– Schatzi war fleißig :)
mehr Bilder aufhängen Update: Meine Bilder hängen, fehlen nur noch die von Schatzi
– Insektengitter anbringen!
- neues Regal über dem Fernseher aufhängen
– Kabelsalat hinter dem Fernseher ordnen
- Truhe aufbereiten

Allgemein:
– Kissenhüllen nähen
– meine
Singer 15-30 wieder herrichten
- Katzennetz aufhängen (der Rahmen steht schon!)
- alles fürs Baby herrichten

 

Ein kurzer Zwischenbericht


Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen, die Babykugel wächst und mein verschollen geglaubtes Putzgen meldet sich allmählich aus der Versenkung. Putzen ist nämlich nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung. Umso verwunderter war ich gestern über mich selbst, dass ich während meiner paar freien Stunden am Nachmittag plötzlich freiwillig auf ein Schläfchen (das mir durchaus gut getan hätte) verzichtet hab und stattdessen nicht nur gesaugt, sondern auch gleich noch die Waschmaschine außen sauber gewischt, eine Ladung Putzlappen und Handtücher gewaschen, die Dusche UND das Klo geputzt habe…
Kann das an den Schwangerschaftshormonen liegen? Ich vermute schon… Dann drückt mir mal die Daumen, dass sie mich auch dazu bringen die restlichen Sachen aus dem Büro in unsere Umzugskisten zu packen (damit das Kinderzimmer gestrichen werden kann) und das Chaos im Wohnzimmer anzugehen… Irgendwie wird nämlich vor allem unser Esstisch immer wieder zur Ablagezone für alles mögliche., bis er überquillt… :(

Chaostage ahoi


Kennt Ihr das wenn man plötzlich das Gefühl hat überall vom Chaos umgeben zu sein? So geht es mir gerade.

Aufgrund eines kleinen Schimmelzwischenfalls brauchten wir vor kurzem eine neue Matratze und einen neuen Lattenrost. Weil letzteren mein Mann abholen musste und wir ein paar Terminschwierigkeiten hatten, hat sich das hingezogen. In der Übergangsphase lagerten wir deshalb notgedrungen im Wohnzimmer auf der Couch – an sich kein Problem, nur auf Dauer nervenzehrend weil es grundsätzlich unordentlicher wirkt als es eigentlich ist. Zumindest empfinde ich das so…

Jetzt haben wir aber unser Schlafzimmer seit einer Weile wieder (yippieh!!) und eigentlich ja auch alles ordentlich auslüften lassen. Nur hat das wohl nicht gereicht. Vor allem morgens hatte ich immer wieder diese fiesen Ausdünstungen in der Nase. Nicht stark und wohl auch nur, weil meine Nase derzeit schwangerschaftsbedingt extra fein ist, aber trotzdem doof.

Also habe ich die letzten Tage den Matratzenschoner in die Wäsche gepackt und gestern noch den Matratzenüberzug, mit extra schleudern damit das trocknen ohne Trockner nicht so ewig dauert. Beim ersten Teil hat das auch super geklappt, nur das zweite wollte nicht trocken werden. Am meisten gesträubt hat sich aber der Matratzenschoner – sogar nach 3 Tagen Balkon war der noch nass! Fies sowas!

Was war also meine Lösung? Eine Nacht lang zwei Wäscheständer im Schlafzimmer, Heizung 2 Stufen hochgedreht und nur eine Seite vom Matratzencover unterm Laken XD Notlösung halt.

Um auf Nummer sicher zu gehen habe ich übrigens zusätzlich noch beide Seiten der Matratze leicht mit Essigwasser eingenebelt – für mich DER Geruchskiller überhaupt! Natürlich sollte man das nur ganz sparsam einsetzen und wenn dann lieber öfter machen, sonst gibts am Ende Nässeschäden… Und viel Lüften ist essentiell!
Aber wenn der Geruch vom Essig weg ist hat sich meistens auch der Gestank verabschiedet. Hilft meiner Erfahrung nach besser als die Geruchsstopper aus dem Handel (sogar bei ner Couch aus nem extremen Raucherhaushalt!).

Dazu kommt momentan noch das Chaos vom Arbeitszimmer. Ich finde es immer wieder faszinierend wie schnell so ein Raum gefüllt ist, nur weil man 1 Regal zum umstellen ausräumen muss… Aber die Sachen werden ja auch wieder eingeräumt, ich muss nur noch auspaldowern wie ich die Sachen dann am besten einsortiere…

Jetzt brauche ich nur noch die Motivation und Energie das Bett wieder auseinander zu bauen und die Matratze voll einzupacken und das Regal einzuräumen. Immerhin habe das heute Morgen schon auf seine neue Parkposition im Flur manövriert…

Das Jahr bringt Neuigkeiten


Uiuiui, das ist schon ganz schön lange her, dass ich das letzte Mal gepostet habe. In letzter Zeit war ich nämlich mit dem Kopf bei anderen Sachen – hauptsächlich Studium (inklusive Bachelorarbeit), Arbeitssuche und dem was mit meinem Körper passiert. Oder besser in meinem Körper. Unsere Familie vergrößert sich nämlich. Das bringt auch einige Veränderungen mit sich. Eine davon ist, dass aus unserem Arbeitszimmer bald ein Kinderzimmer wird. Einerseits kann ich gar nicht abwarten, damit anzufangen, andererseits fällt es mir schwer damit auch wirklich loszustarten. Unser Arbeitszimmer ist nämlich gleichzeitig Gästeschlafplatz und Lagerraum für so ziemlich alles was noch keinen richtigen Platz hat XD

Aber ich habe mir fest vorgenommen, in Kürze damit anzufangen das Zimmer auszuräumen und plane schon die ganze Zeit wo die Sachen hinkommen sollen und wie das Kinderzimmer eingerichtet werden soll. Eine Schwierigkeit dabei ist, dass normalerweise ich diejenige bin, die das streichen und werkeln übernimmt. Mir macht das im Gegensatz zu meinem Mann nämlich Spaß. Nur schwanger sollte man sowas ja nicht unbedingt machen… Also muss ich noch ordentlich motivieren, damit der werdende Papa sich mit dem überwinden nicht ganz so schwer tut. Ich vermute mal, dass das deutlich leichter wird wenn man wieder ohne Jacke nach draußen kann und somit das Dauerlüften angenehmer wird *Daumen drück*.

Eine kleine Neuerung


Vielleicht hast Du schon gemerkt, dass ich etwas geändert habe? Den Titel vom Blog habe ich angepasst. Wieso? Weil ich beschlossen habe, hier mehr auf mein Leben einzugehen. Das war es in letzter Zeit eh mehr als Wohnungs- oder Ordnungsthemen… Daher jetzt die Wandlung ;)