Mein erster Bohrversuch


Nachdem ich es schon länger vorhatte habe ich mich heute eigenstänig an den Bohrer getraut. Bisher durfte ich immer nur den Staubsauger halten, weil die Männer die Bohrmaschine nicht aus der Hand geben wollten. Ich muss zugeben, dass ich mir das einfacher vorgestellt hatte.

Aufhängevorrichtung

Erinnert ihr euch an den Rahmen, den ich zu säubern versucht hatte? Genau dieses Bild wollte ich aufhängen. Allerdings haben das Bild und sein Zwilling eine etwas ungewöhnliche Aufhängevorrichtung (das ist der Blick von oben auf den Rahmen – auf der Rückseite des Rahmens ist eine Beschreibung zum Bild angebracht, daher das Blatt Papier).

Die Haken hatte ich schon vorher gekauft und wollte sie nun in der Wand anbringen. Also habe ich unseren gar nicht so kleinen Vorrat an Schrauben und Dübeln zusammengesucht und nach dem Trial and Error Verfahren einen passenden Dübel gesucht. Für die wenig handwerklich geübten: Auf den Dübeln steht normalerweise eine Nummer, die den Durchmesser anzeigt. Anhand der Nummer habe ich dann auch den Steinbohrer ausgesucht, ihn nach ein paar Anfangsschwierigkeiten in die Bohrmaschine geschraubt, und mein Loch gebohrt.

Soweit, so gut. Das Problem war nur, dass ich den die Dübel nicht in das Loch bekommen habe. Auch nicht nach ein oder zwei Nachbohrungen. Hämmern half genauso wenig. Das Ergebnis war nicht sonderlich aufbauend, sondern gehört eher in die Kategorie FAIL!:

Loch Dübel Aufsicht

(Die Bilder entstanden erst im Nachhinein. Der große Dübel hat sich in dem Bohrloch nämlich so wohl gefühlt, dass ich ihn ca. 2 Stunden lang nicht wieder aus der Wand bekommen habe.)

Hatte ich wirklich den richtigen Dübel für den Haken? Ich war mir nicht mehr sicher. Dafür machte ich eine andere Entdeckung: die Aufhängung des zweiten Rahmens ist kleiner – mein Haken würde hier nicht passen. Also entschloss ich mich einkaufen zu gehen. Ich lebe zwar im Nirgendwo, aber wir haben vor Ort einen kleinen Baufachmarkt, praktischerweise nur 800m von unserer Wohnung entfernt. Dort angekommen habe ich gleich die erste Verkäuferin um Hilfe gebeten und ihr meinen Haken in die Hand gedrückt. Nach gefühlten zwanzig Minuten gemeinsamen Suchens und Abwägens hatte ich schließlich ein 50er Pack Dübel und ein Set von Haken mit passenden Dübeln für den zweiten Rahmen.

Ich war keineswegs bereit aufzugeben. Stattdessen habe ich mich sobald ich daheim war hingesetzt und gegoogelt was man bei festsitzenden Dübeln machen kann. Meine Wahl fiel auf das Herausziehen mit Hilfe einer Zange. Allerdings habe ich es auf der Leiter stehend probiert (das Loch befindet sich ca. 20 cm über meinem Kopf), allerdings ohne Erfolg. Wie sich später herausstellte hätte ich einfach nur von der Leiter steigen müssen, damit es funktioniert (ich habe auf der Leiter einfach nicht genug Zugkraft aufgebracht).

Haken FrontansichtWährend meiner online-Recherche habe ich allerdings ein praktisches Video mit einer Bohr-Anleitung von NewWonder555 auf Youtube gefunden. Da mein neuer Haken auch mit 6er Dübeln ausgestattet ist, brauchte ich also nur die Anleitung befolgen. Und es hat auch recht gut geklappt. Gut, man sieht dass ich kein Profi bin, aber das ist mir auch nicht wichtig. Immerhin sieht man das Bohrloch ja nicht mehr sobald das Bild hängt ;P

Den Haken einzudrehen war etwas schwieriger als gedacht, weil ich ihn mit der Hand nur einen Zentimeter in die Wand drehen konnte. Aber mit Hilfe der Zange habe ich den Haken dann vollständig eindrehen können.

Offenbar stand das ganze Projekt unter keinem allzu guten Stern, denn als ich zurücktrat um das Bild aufzuheben fiel mir folgendes auf: Der Haken war zu weit links im Vergleich zu dem unterhalb hängenden Aquarell.

Meine Lösung: Nagel raus, Ölbild aufhängen, Aquarell darunter halten, neu ausrichten – und anzeichnen wo der neue Nagel hingehört. Dazu habe ich einfach einen Kugelschreiber durch die Öse des Rahmens gesteckt und entlang die Öffnung nachgezeichnet. Dadurch war es ganz einfach den neuen Nagel an der richtigen Stelle einzuschlagen.

 

Endlich war es soweit: Nagel und Haken waren beide endlich am richtigen Platz. Es war also an der Zeit, den Staubsauger herauszuholen und sämtliche Staubspuren zu beseitigen und die Bilder aufzuhängen. Dabei kam die Perfektionistin in mir durch und ich habe die Bilder noch austariert. Einzeln mit der Wasserwaage.

Bild tarieren Aquarell tarieren

Bis auf das Loch links (welches echt riesig geworden ist und noch zugespachtelt wird) bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Hier also das erste Eck meiner Bildergalerie:

Bilder ausrichten Bilderecke

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