Mein Glücksgriff


Weihnachten habe ich ein wenig Ebay durchforstet. Nachdem ich bisher nicht unbedingt die besten Erfahrungen mit meiner elektrischen Nähmaschine gemacht hatte, dachte ich mir dass ein schönes altmodisches Modell vielleicht etwas besser zu mir passt. Also habe ich mal geschaut, was es so an Singer-Maschinen gibt. Die meisten waren außerhalb meiner Reichweite, da zum Großteil kein Versand angeboten wird. Ein anderer großer Teil war ganz einfach außerhalb meines mir gesetzten Budgets von maximal 60 Euro. Für eine antike Maschine nicht gerade viel, ich weiß. Andererseits: probieren geht über studieren. Also habe ich einfach weitergesucht.

Schließlich gab es  auch ein paar, die in mein Beuteschema passten. Bei zwei oder dreien habe ich dann mein Glück versucht. Und was soll ich sagen, ich hatte Glück. Eine Auktion habe ich dann auch tatsächlich gewonnen – zum unglaublichen Preis von nicht einmal 30 Euro. Seit gestern steht das Schmuckstück nun bei mir zu Hause. Die erste Herausforderung bestand darin, sie aufzuklappen. Die Maschine selbst ist nämlich im Tisch versenkbar. Nach einem ersten Abstauben wartet sie nun darauf, dass ich genügend Zeit finde um sie ordentlich zu säubern und auf Herz und Nieren zu prüfen.

Nach meiner Recherche im Internet habe ich zwei Sachen herausgefunden: Die Maschine stammt noch aus einer Zeit, als nur Seriennummern auf der Maschine angebracht wurden, aber keine Modelle. Auf der Singer-Website kann man aber anhand der Seriennummer nachschauen, aus welchem Jahr die Maschine stammt: meine wurde im Jahr 1911 gebaut, und zwar in Elizabethport, New Jersey. Nach etwas (okay, einem Nachmittag) Recherche konnte ich dann endlich auch das Modell feststellen: es ist eine Singer Class 15 mit Tretantrieb. Das beste daran: sie funktioniert mit normalen Nadeln und Füßen und diese Reihe wird in Indien scheinbar immer noch hergestellt! (Zwar vermutlich mit Elektroantrieb, aber immerhin – das ist doch mal ein Zeichen für Qualität!)

Es gibt zwar ein paar kleine bis mittlere Macken, hauptsächlich im Holz des Tisches, aber damit habe ich kein Problem. Im Gegenteil, ich sehe es als ein neues Projekt an. :)

Hier noch ein wenig Eyecandy:

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