So ein Tag…


Kennt Ihr das, wenn ein Tag so ganz anders verläuft als gedacht? Ich hatte so einen Tag. Gedacht war: Wenn M aus dem Haus ist in Ruhe aufstehen und frühstücken, und danach dann ab zum Stalldienst (ausnahmsweise 4 Vormittage diese Woche, weil ich nicht in der Arbeit bin und die Besitzerin der Pferde im Urlaub ist). Wieso Stalldienst? Weil ich seit inzwischen zwei Monaten wieder reite. Ein geliebtes Hobby aus Kindheitstagen, das mich nie wirklich losgelassen hat.

Jedenfalls, soweit der Plan. Gekommen ist es dann so, dass ich während ich morgens im Bad und M noch im Reich der Träume war, innerhalb von zehn Minuten drei Anrufe bekommen habe. Immer ein schlechtes Zeichen. So auch diesmal. Zurückrufen war erstmal schwierig, aber als wir es dann geschafft hatten, kam dann die Erklärung: Der Stallbesitzer hatte bei ihr angerufen, der Punk (und einzige Wallach) der kleinen Herde hatte die Absperrung zum neuen Pferd durchbrochen und es angegriffen. Ob ich bitte gleich hinfahren könnte und schauen wie schlimm es ist, bzw. mich notfalls um Tierarzt kümmern und der Besitzerin des armen Opfers Bescheid geben könnte. Also nur schnell fertig angezogen und ab zum Stall.

Dort hatten sich die Pferde eh schon etwas geordnet, der Übeltäter stand hinter drei weiteren Herdemitgliedern in der Ecke und das arme Sternchen * (*Name von der Redaktion geändert) allein auf der anderen Seite der Wand (die Pferde haben einen geräumigen Auslauf und können sich wenn sie vollen im Stall unterstellen). Sie war zwar ängstlich, aber es schien ihr auf den ersten Blick nicht so schlecht zu gehen wie zunächst befürchtet. Also erst einmal Pferde getrennt (Punk in die Außenbox eingesperrt und Sternchen nach drinnnen gebracht) und dann die Lage genauer begutachtet. Die Nase war auf der einen Seite ganz blutig, aber Gott sei Dank nur von einem kleinen Cut, nichts schlimmeres. Hinten am Po hat sie auch einen kleinen Cut, und einen am rechten Vorderbein, genau auf Gelenkhöhe – wo sie auch ziemlich lahmt. Also sicherheitshalber Tierarzt angerufen, damit er sich das Bein anschaut, und dann erstmal gefüttert und rumtelefoniert (Sternchens Besitzerin und Punks Besitzerin die Lage geschildert), danach dann gesunde Pferde auf die Koppel ausgesperrt und Stalldienst gemacht.

Als der Tierarzt dann da war (natürlich vor Sternchens Besitzerin und dem Impfausweis – ihr wisst ja, Murphy und so), gab es dann drei Versuche, Sternchen eine Spritze gegen die Schmerzen und die drohende Schwellung zu geben. Versuche, denn mehr als die Nadel kurzzeitig zu platzieren hat nicht geklappt. Später haben wir dann erfahren, dass die Gute eine Spritzenphobie hat, was ihre Nervosität/Angst natürlich erklärt…

So verging also mein Vormittag: mit Stalldienst und Pferde-erste-Hilfe (inklusive späteres helfen beim Medizin einflößen und Bein verbinden). Der Nachmittag war dann noch mit Baumarktbesuchen und lehrreichen Informationen zum Thema Weidezaun-Bestromung gefüllt. Schön, so ein Tag… Da hat man sich danach doch eindeutig die heiße Badewanne mit lecker duftender Badekugel verdient – und Bespaßung durch am Badewand sitzende Katzen :)

Advertisements

Teile Deine Gedanken mit:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s