Solidarität und Nestbautrieb


Nestbautrieb kennt ihr, oder? Dieser innere Drang werdender Mütter, Wohnung oder Haus in den letzten Schwangerschaftswochen für das Kind vorzubereiten. Putzen, aufräumen, Babysachen vorbereiten… am liebsten alles jetzt und gleich. Ist ja auch gut, dass dann alles fertig ist, wenn man mit dem neuen kleinen Erdenbürger nach Hause kommt. Zumindest hofft man das, aber je mehr Lebewesen sich das Domizil teilen, desto mehr kann sich natürlich zwischen Abfahrt zur Geburt und Heimkommen mit Baby tun… Aber das lassen wir jetzt mal außen vor.

Der Nestbautrieb ist meiner Meinung nach jedenfalls etwas Gutes und Praktisches. Nur leider war Mutter Natur dabei ziemlich unsolidarisch. Wieso? Weil er meines Wissens nur bei den werdenden Mamas einprogrammiert wurde. Die dazugehörigen Partner müssen damit zurechtkommen, dass die Liebste plötzlich mal eben auf Großputz besteht oder größere Umräumaktionen absolut notwendig sind und JETZT durchgeführt werden müssen. Und wer muss schleppen? Jedenfalls nicht die Mama, auch wenn sie gerne würde. Aber gerade bei schweren Möbeln wäre das eine ziemlich doofe Idee, die gerne sehr schnell mit Bauch- oder Rückenschmerzen abgestraft wird wenn man es doch versucht (nicht dass ich da aus Erfahrung sprechen würde…).

Aber auch als Mama ist es nicht so einfach, wenn man diesen inneren Drang hat, alles fertig zu bekommen und dann nicht einfach machen kann. Man muss warten, bitten, überzeugen und darf dann nur zuschauen und sich Kommentare und Hinweise oft mit großer Willensanstrengung verbeißen. Schließlich braucht man ja auch später noch Hilfe, und die Wahrscheinlichkeit diese zu bekommen ist deutlich höher, wenn der Partner nicht mit ständigen Verbesserungsvorschlägen genervt wird.

Deshalb frage ich mich: wieso betrifft der Nestbautrieb nur die Schwangeren? Es wäre doch für alle Seiten einfacher, wenn beide Partner denselben inneren Drang hätten und von selber mit anfassen würden. Oder wenn man als werdende Mama wenigstens nicht so eingeschränkt wäre beim Möbel rücken, das würde die Sache doch auch vereinfachen!

Wie seht ihr das? Steht ihr als Schwangere vor dem Problem, dass der Partner nicht mitziehen möchte oder habt ihr das Glück einen ebenso enthusiastischen Vorbereiter an eurer Seite zu wissen? Und wie geht es euch als Partner? Seid ihr voll mit an Board bei den verschiedenen Umstellaktionen oder eher genervt vom Aktionismus eurer Liebsten?

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