Über Angie

Zwischen Ordnung und Chaos - das trifft es ziemlich genau. Mal schlägt mein Perfektionismus durch und alles ist top in Ordnung, dann funkt wieder das Leben dazwischen und ich versinke vorerst im Chaos. Nebenbei möchte ich auch immer wieder meine Kreativität ausleben, und zwar auf ganz unterschiedliche Weise. Dazu kommt dann noch der Alltag mit Mann, Kleinkind und zwei Katern...

Eingebungen und Status-Update


Mein Mann hatte letztens eine Eingebung bezüglich des Geburtstermins. Ich bin ja mal gespannt, ob die sich als richtig herausstellt. Das wären ca 3 Wochen früher als der errechnete Termin, und mein Gefühl geht auch in die Richtung. Wobei mir ein paar Tage später lieber wäre, dann könnten wir noch zum Sommerfest meines (noch) Arbeitgebers.

Jedenfalls ist der Startschuss für die heiße Phase gefallen: mein Bauch hat sich gesenkt. Es kann also noch ca. 4 Wochen dauern oder auch schon früher soweit sein. Wir werden sehen… Ich bereite jedenfalls jetzt die Kreißsaal-Tasche und den Koffer fürs Familienzimmer vor, sicher ist sicher ;)

Der Nestbautrieb hat auch nochmal neuen Schwung bekommen, gestern und heute durften z.B. unsere Kissen eine Runde in der Waschmaschine drehen. Und genäht wird auch wieder. Aber ich frage mich inzwischen, ob es sich noch lohnt ein zweites Umstands-T-Shirt zu nähen…? Das erste wird jedenfalls häufig und sehr gerne getragen. Allerdings passen mir auch noch fast alle normalen Sachen, weil der Bauchumfang sich in Grenzen hält… Mal schauen, wie ich mich letztendlich entscheide. Zur Not wird es dann ein Stillshirt ;)

Advertisements

Solidarität und Nestbautrieb


Nestbautrieb kennt ihr, oder? Dieser innere Drang werdender Mütter, Wohnung oder Haus in den letzten Schwangerschaftswochen für das Kind vorzubereiten. Putzen, aufräumen, Babysachen vorbereiten… am liebsten alles jetzt und gleich. Ist ja auch gut, dass dann alles fertig ist, wenn man mit dem neuen kleinen Erdenbürger nach Hause kommt. Zumindest hofft man das, aber je mehr Lebewesen sich das Domizil teilen, desto mehr kann sich natürlich zwischen Abfahrt zur Geburt und Heimkommen mit Baby tun… Aber das lassen wir jetzt mal außen vor.

Der Nestbautrieb ist meiner Meinung nach jedenfalls etwas Gutes und Praktisches. Nur leider war Mutter Natur dabei ziemlich unsolidarisch. Wieso? Weil er meines Wissens nur bei den werdenden Mamas einprogrammiert wurde. Die dazugehörigen Partner müssen damit zurechtkommen, dass die Liebste plötzlich mal eben auf Großputz besteht oder größere Umräumaktionen absolut notwendig sind und JETZT durchgeführt werden müssen. Und wer muss schleppen? Jedenfalls nicht die Mama, auch wenn sie gerne würde. Aber gerade bei schweren Möbeln wäre das eine ziemlich doofe Idee, die gerne sehr schnell mit Bauch- oder Rückenschmerzen abgestraft wird wenn man es doch versucht (nicht dass ich da aus Erfahrung sprechen würde…).

Aber auch als Mama ist es nicht so einfach, wenn man diesen inneren Drang hat, alles fertig zu bekommen und dann nicht einfach machen kann. Man muss warten, bitten, überzeugen und darf dann nur zuschauen und sich Kommentare und Hinweise oft mit großer Willensanstrengung verbeißen. Schließlich braucht man ja auch später noch Hilfe, und die Wahrscheinlichkeit diese zu bekommen ist deutlich höher, wenn der Partner nicht mit ständigen Verbesserungsvorschlägen genervt wird.

Deshalb frage ich mich: wieso betrifft der Nestbautrieb nur die Schwangeren? Es wäre doch für alle Seiten einfacher, wenn beide Partner denselben inneren Drang hätten und von selber mit anfassen würden. Oder wenn man als werdende Mama wenigstens nicht so eingeschränkt wäre beim Möbel rücken, das würde die Sache doch auch vereinfachen!

Wie seht ihr das? Steht ihr als Schwangere vor dem Problem, dass der Partner nicht mitziehen möchte oder habt ihr das Glück einen ebenso enthusiastischen Vorbereiter an eurer Seite zu wissen? Und wie geht es euch als Partner? Seid ihr voll mit an Board bei den verschiedenen Umstellaktionen oder eher genervt vom Aktionismus eurer Liebsten?

An einem Vormittag ohne Strom…


…kann man wunderbar:
– „Das Wochenbett“ von Loretta Stern und Anja Constance Gaca durchlesen
– mit den Katzen schmusen
– auf dem Balkon rumlümmeln
– das Datenvolumen aufbrauchen
– Betten machen
– lüften
– die Winterjacken wegpacken

Man könnte natürlich auch:
– aufräumen
– Geschirrspüler ausräumen
– wischen
– einkaufen

Definitiv nicht gehen:
– Wäsche waschen
– den Geschirrspüler anschmeißen
– sich an die Nähmaschine setzen
– vom Festnetz telefonieren
– kochen oder backen

Der liebe Nestbautrieb und die Vorbereitung aufs Wochenbett


Mein Nestbautrieb macht sich inzwischen deutlich bemerkbar. Die Natur hat das ganz gut eingerichtet: in der letzten Phase der Schwangerschaft überkommt einen dieser innere Zwang, die Wohnung herzurichten, damit alles ordentlich und sauber ist. Die Babysachen müssen vorbereitet und gewaschen, Bettchen besorgt und/oder aufgestellt, das aktuell vorherrschende Chaos vernichtet werden. Alles womit das Baby engen Kontakt haben wird, wird so sauber gemacht wie es nur geht. Sehr schlau eingefädelt, denn wer weiß ob man noch dazu kommt wenn das Baby da ist…

Da ist es gut, wenn man diese Zeit auch dafür nutzt, um sich ein Versorgungsnetz zu organisieren. Bei unserer Großen hatten wir z.B. täglich warmes Essen von der Schwiegermama, das mein Mann auf dem Heimweg abgeholt hat. Den Rest hab ich (zumindest soweit ich mich erinnere) recht gut hinbekommen, war aber auch mit einem Hormon-Hoch gesegnet und hatte Waschmaschine und Trockner direkt in der Wohnung, sowie den Luxus einer Spülmaschine (inzwischen ist das glücklicherweise wieder so, ein echter Segen!). Das Angebot von einer Tante, für uns die Wäsche zu machen, hatten wir kaum bis gar nicht eingelöst. Mir ging es sogar so gut, dass ich mich gar nicht richtig stillhalten konnte. Es brauchte immer wieder eine kleine Vorwarnung von meinem Körper, damit ich wieder einen Gang zurück schaltete… Ich bin ja mal gespannt, wie das bei Nummer zwei wird.

Auch wenn es noch eine Weile hin ist bis wir zu viert sind, fange ich daher allmählich mit der Planung für das Wochenbett an. So wäre ein Essens-Abo sicher wieder toll. Auch die Option, die Wäsche bei Bedarf mal abzugeben hört sich für mich gut an. Am wichtigsten wird wohl die Versorgung unserer Großen, vor allem wenn ich mal eine Pause brauche. Aber so wie ich die Verwandtschaft kenne, sollte das kein großes Problem darstellen.

Auf alle Fälle werden zwei Regeln wieder gelten: Am Anfang maximal 1x pro Tag Besuch und wer das Baby besuchen möchte kümmert sich um das Essen. Damit sind wir bei Nummer eins schon sehr gut gefahren und ich kann diese Regelung nur weiterempfehlen.

Aktuell steht das Buch „Das Wochenbett“ von Loretta Stern und Anja Constanze Gaca auf meiner Leseliste und ich bin schon gespannt, was ich noch daraus ziehen kann. Habt ihr dazu noch Tipps für mich,?

Mal wieder Chaosphase…


Ich hatte ja in meinem letzten Post schon geschrieben, dass wir uns momentan mal wieder in einer Chaosphase befinden. Und sicher kennt ihr das auch: Wenn es kommt, dann kommt es dicke.

Während ich also schön in Ruhe die Wäscheberge abbaue und die Wohnung wieder ordentlicher wird, strömt die Welt auf uns ein. In unserer Straße wird das Stromkabel erneuert. Was in den letzten Wochen mit Baggerarbeiten, Lärm und Verkehrshindernissen (immerhin recht gut umfahrbar, sofern nicht wieder alle wie Idioten parken und fahren) in unserer Parallel- und der Querstraße begann, ist nun in unserer Straße angekommen. Und das schöne ist: Sie fangen, wie in der Baubranche üblich, um 7 Uhr an. Da ich schwangerschaftsbedingt nicht in die Arbeit darf und mein Mann erst später los muss, ist das unsere Aufstehzeit. Naja, immerhin ist verschlafen so ausgeschlossen ;)

Schade ist nur, dass sie ausgerechnet in den Tagen mit dem schönsten Wetter direkt vor unserer Haustür stehen. Unsere Hängematte wird diese Woche also drinnen und zusammengelegt verbringen. So mit Ohrenschützern entspannen bei Baulärm ist jetzt nicht so ganz meins…

Aber es gibt ja noch die Abendstunden. Die werde ich dann fürs lüften nutzen und vielleicht ist es dann nach Feierabend ja auch noch warm genug für die Hängematte…? Drücken wir mal die Daumen!

Aber immerhin komme ich so auch regelmäßig aus dem Haus und gönne mir was. Bei uns gibt es immerhin im goldenen M und in einem Eiscafé freies WLAN – das nutze ich doch gerne, um mich mit Laptop, Handy und einem guten Buch bewaffnet für ein paar Stunden da niederzulassen und schön ein kühles Getränk zu schlürfen. Leute kann man dabei auch ganz gut beobachten – und die eigentlich noch anstehende Hausarbeit erstmal ausblenden ;) Man muss halt nur die richtige Perspektive einnehmen, dann entdeckt man die guten Seiten an so ziemlich jeder Situation.

Liest hier noch jemand?


Mir ist gerade bewusst geworden, wie lange mein letzter Post her ist… Oh Mann, dieses Fleckchen Internet habe ich ganz schön vernachlässigt! Ein ganz großes Danke an alle, die trotzdem noch ab und an hier vorbeischauen!

Hier jetzt mal ein kleines Update:
Aktuell herrscht wieder eine Chaosphase. Das Leben wartet nunmal nicht, wie gerade die letzten Wochenenden wieder gezeigt haben. Einerseits wünscht man sich mal ein, zwei Wochen Ruhe zum Akkus aufladen und Ordnung wiederherstellen, andererseits gibt es auch immer wieder Termine, die man einfach nicht absagen will und dann ja auch genießt wenn es soweit ist.

Aber so langsam lichtet sich das Chaos, Wäscheladung für Wäscheladung geht es in die richtige Richtung. Waschmaschine im Keller wenn man die Wäsche nicht hoch und runter tragen kann, ist halt nicht ideal. Aber dem haben wir inzwischen Abhilfe geschaffen. Eher verschlimmert wurde die Situation dadurch, dass wir eine neue Küche bekommen haben (Bitte nicht falsch verstehen, ich freu mich immer noch riesig über die neue Küche! :D). Schließlich musste alles erstmal ausgelagert werden und will jetzt in Ruhe einen neuen Platz finden, nach Möglichkeit gleich den richtigen. Vielleicht setze ich mich dadurch auch selber etwas zu sehr unter Druck und komme deshalb kaum noch vorwärts seit die wichtigsten Dinge eingeräumt sind… Oh well… mit der Zeit wird das schon ;)

Ach ja, der Grund wieso ich die Wäsche nicht in den Keller bringen kann, ist übrigens unser Familienzuwachs, der sich für Ende Sommer angekündigt hat ;) Der beschwert sich immer gleich, wenn ich mich ein wenig überanstrenge.

Mein erster Rock


Seit ich vom Sommer-Rock-Sew-Along beim Me Made Mittwoch gelesen habe, hätte ich mir vorgenommen, mitzumachen. Der Stoff war bald gefunden, je 0,5 m cremeweißes Viskose-Leinen und beiges Sternenbündchen. Beim Schnitt war es schon etwas schwieriger, bis das tolle Team einen ganz einfachen Rock-Schnitt gezeigt hat.

Aber irgendwie konnte ich mich doch länger nicht dazu überwinden, mit dem Rock anzufangen. Selbst das Schnittmuster wollte irgendwie nicht so recht erstellt werden… Bis dann der Kindergeburtstag nur noch zwei Tage entfernt war und ich unbedingt einen schönen Rock dafür haben wollte ;)

Also schnell Schnittmuster auf kariertem Schnittmusterpapier erstellt, falsch ausgeschnitten (nur die Hälfte, aber da der Rock aus zwei gleichen Teilen besteht, muss es dann halt einfach im Stoffbruch neu aufgelegt werden) und dann beim auflegen auf den Stoff festgestellt, dass der Stoff nicht breit genug ist. XD Also habe ich umdisponiert und einfach den Rock gerade statt in A-Form genäht. Dabei habe ich mich ganz faul an der Stoffkante orientiert und mir so das Versäubern an dieser Naht gespart.

Das Bündchen war im Schlauch leider etwas zu eng, aber dafür war es lang genug zum stückeln. Kein Problem also :)
Den Saum habe ich ganz normal umgenäht und klappkantig abgesteppt. Meine Nähmaschine war leider mal wieder der Meinung, die Naht nicht so nähen zu müssen wie eingestellt, deshalb sind die Stiche nicht ganz gerade. Für mich ist das aber noch in einem akzeptablen Bereich, denn man sieht die Abweichungen m.E. nur wenn man genau hinschaut.


Ich bin jedenfalls mit dem Ergebnis sehr zufrieden und freue mich wie Bolle über meinen neuen Rock 😁

Und jetzt ab damit zum Sommer-Rock-Sew-Along Finale!

Stoff: Alles für Selbermacher
Schnitt: selber gemacht auf Grundlage dieser Anleitung
Inspiration: Me Made Mittwoch „Let’s Rock, der Sommer-Rock-Sew-Along“